Mit Gesang, Tanz und mitreißenden Rhythmen wurde am Abend des 11. Juli 2017 der erste Kerpener Flüchtlingstag begangen. Hier einige Impressionen aus der Türnicher Erfthalle.

       

 

 

 

 

 

 

Viele kamen miteinander ins Gespräch, Berichte und Informationen fanden ein interessiertes Publikum.

 


Die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2015 völlig ausgelastet. Die Bezirksregierungen suchte daher intensiv nach Möglichkeiten, Flüchtlinge unterzubringen.

Aus diesem Grund wurden am 05.09.2015 nicht mehr von der Bundeswehr genutzte Gebäude auf dem Gelände der Boelcke-Kaserne erstmals als Landesunterkunft  für Flüchtlinge hergerichtet. Die Flüchtlinge werden dort in Listen erfasst, geimpft und bekommen eine medizinische Erstversorgung. Sie erhalten Schlafplätze und nutzen die Wasch- und Duscheinrichtungen. Es erfolgt eine regelmäßige Verpflegung durch einen Caterer und zudem eine Ausstattung mit Kleidung. In den Häusern auf dem Kasernengeände können bis zu 600 Flüchtlinge betreut und versorgt werden.

Seit dem 15.03.2017 wird die Landesunterkunft vom Land NRW auch als Ausreiseeinrichtung betrieben. Geflüchtete, die keinen Anspruch auf Anerkennung im Asylverfahren haben, werden hinsichtlich der Rückkehr in ihr Herkunftsland beraten und unterstützt.

In der Boelcke-Kaserne werden die Flüchtlinge auf Veranlassung der zuständigen Landesbehörden von einem externen Dienstleister, dem Arbeiter-Samariter-Bund, betreut. Wer sich bei der Flüchtlingshilfe in der Kaserne engagieren möchte, kann sich beim ASB melden unter helfen.kerpen@asb-fluechtlingshilfe-nrw.de.

Bitte beachten Sie, dass die Landesunterkunft kein öffentlicher Ort ist und BesucherInnen zum Eintritt eine Berechtigung benötigen. Der Wirtschaftsweg links um die Kaserne herum kann genutzt werden; mit Rücksicht auf den Fußgängerverkehr bitte umsichtig. Bitte nehmen Sie Ihren Personalausweis mit. Eine Zufahrt über die Hauptwache am Ende der Boelckestraße ist nicht möglich.


Aus aktuellem Anlass informieren wir über die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen in der Kolpingstadt Kerpen:

Seit mehr als einem Jahr steigt die Zahl der Flüchtlinge, die auf dem Land- oder Luftweg Deutschland erreichen, beständig an. Im Jahr 2014 gab es einen Zuwachs um 60% gegenüber 2013. Im Jahr 2015 kamen mehr als 850.000 Schutzsuchende ins Bundesgebiet.

Alle nach Deutschland kommenden Flüchtlinge werden nach dem Königsteiner Schlüssel entsprechend der Fläche und dem Bevölkerungsanteil auf die Bundesländer verteilt. Auf NRW entfallen regulär 21,2 %. Sie kommen nach der Registrierung in Erstaufnahmeeinrichtungen zunächst in Zentrale Aufnahmeeinrichtungen des Landes und werden dann den knapp vierhundert Kommunen "zugewiesen". Zugewiesene Flüchtlinge müssen aufgrund von Bundesgesetzen von den Städten und Gemeinden aufgenommen und untergebracht werden.

Aktuell (Stand 07.07.2017) werden in der Kolpingstadt rund 460 Personen betreut. Darunter sind auch zahlreiche Kinder. Die Herkunftsländer sind Ägypten, Äthiopien, Afghanistan, Albanien, Algerien, Armenien, Bangladesh, Bosnien, China, Eritrea, Georgien, Ghana, Guinea, Indien, Irak, Iran, Kosovo, Mali, Marokko, Mazedonien, Nigeria, Pakistan, Palästina, Russische Föderation, Serbien, Simbabwe, Somalia, Sri Lanka, Syrien und Tadschikistan. Kerpen verfügt seit 2002 über eine zentrale Unterkunft mit einer Kapazität von etwa 260 Personen. Eine weitere zentrale Unterkunft ist Mitte Juli hinzugekommen. Darüberhinaus sind viele Flüchtlinge dezentral in allen Stadtteilen Kerpens untergebracht. Die Kolpingstadt Kerpen verfügt aufgrund eines Ratsbeschlusses über ein eigenes Unterbringungs- und Betreuungskonzept für die zugewiesenen Flüchtlinge.

Sechs Fachkräfte betreuen die Flüchtlinge in Kerpen. Die Büros der Migrationsberatung links neben dem Jobcenter Kerpen sind zudem Anlaufstelle für alle Zugewanderten in Kerpen, die Lebenslagenberatung in Anspruch nehmen möchten.

Während des Asylverfahrens haben Flüchtlinge Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Aufgrund dieser Rechtsnorm werden die Flüchtlinge zum einen mit Wohnraum versorgt. Zum anderen erhalten sie Geldleistungen zur Finanzierung des laufenden Lebensunterhalts. Die Regelsätze liegen geringfügig unter den so genannten 'Hartz IV-Sätzen`. Die Flüchtlinge erhalten eine so genannte Erstausstattung, wenn sie erstmals in einer Kommune untergebracht werden. Dazu gehören ein einfaches Basismobiliar und Hausrat. Sie erhalten in notwendigem Umfang gesundheitliche Versorgung, Schwangerschaftsvorsorge und Vorsorgeuntersuchungen für die Kinder sowie Impfungen. Asylsuchende dürfen nach 3 Monaten eine Arbeit aufnehmen, bei der Stellensuche gibt es bis zum 15. Aufenthaltsmonat eine so genannte Vorrangprüfung. Dabei wird geprüft, ob ein/e Deutsche/r für die Stelle in Frage kommt, in zweiter Linie ein/e EU-Staater/in und im dritten Rang ein/e Drittstaatsangehörige/r. Nach 15 Monaten entfällt die Vorrangprüfung. 

Ein Anspruch auf Teilnahme an Deutschkursen besteht grundsätzlich erst nach Erteilung eines Aufenthaltsrechts, jedoch können "Restplätze" in Deutschkursen an Asylsuchende vergeben werden. Alle Teilnehmenden müssen einen Eigenanteil erbringen.

Es besteht Schulpflicht für alle dauerhaft nach Deutschland einreisenden Kinder im entsprechenden Alter, sobald sie einer Kommune zugewiesen sind. Kindergartenbesuch wird meist von den Eltern eigenständig organisiert. Die Kolpingstadt Kerpen verfügt über eine eigene Anlaufstelle zur Beratung von Zugewanderten (auch Asylsuchenden) in den Tanzenden Stadthäusern am Jahnplatz 7c-d. Sie kooperiert mit der Integrationsfachagentur der AWO in Kerpen, Nordring 52. Eine weitere Beratungsstelle für Flüchtlinge befindet sich beim Caritasverband des Rhein-Erft-Kreises in Hürth, Reifferscheidstraße 2-4. Für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren ist der Jugendmigrationsdienst der Katholischen Jugendagentur zuständig. Die Fachstelle befindet sich in Frechen, Kölner Straße 1.

Sachspenden nehmen entgegen: das KFD-Lädchen der Pfarrei St. Maria Königin in Sindorf, der Caritas Kleiderladen in Kerpen, die Kleiderstube Horrem.  Bitte setzen Sie sich vor Abgabe von Kleidern und Hausrat mit den Annahmestellen in Verbindung um zu klären, welche Bedarfe bestehen. Die Versorgung der Menschen in der Boelcke-Kaserne mit Kleidung, Schuhen, Kinderwagen etc. wird vom Arbeiter-Samariter-Bund organisiert.

Wenn Sie sich im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung engagieren möchten, melden Sie sich bitte bei uns (siehe Kontakt) oder unmitttelbar beim ASB unter helfen-kerpen@asb-fluechtlingshilfe-nrw.de.

Zur Verständigung sind Sprachkenntnisse bezüglich der Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge von Vorteil, also Arabisch, Kurdisch, Fanzösisch, Amharisch, Tigrinisch, Farsi (Dari) sowie Albanisch und Serbokroatisch. Nicht alle Flüchtlinge sprechen Englisch und der Einsatz professioneller Dolmetscher scheidet in aller Regel aus Kostengründen aus.

Hier ein hilfreicher Link zu einer mehrsprachigen Orientierungshilfe für Flüchtlinge in Deutschland.

Kontakt: aseiche@stadt-kerpen.de


Wie geplant wurde aus Spendengeldern - die Spendenaktion ging aus der Mitte der Sozialraumarbeit Sindorf hervor und wurde von allen Stadratsfraktionen und einer breiten Öffentlichkeit unterstützt - für die Kinder unserer Flüchtlingsfamilien u. a. ein Bauwagen beschafft. Dank fabelhafter Zusammenarbeit aller Beteiligten ist der Bauwagen unbeschadet angekommen und steht nun am Flüchtlingswohnheim. Ganz besonders danken wir den Spezialisten der Spedition MaRa Greenline und denjenigen, die am Bauwagen kräftig arbeiten, um ihn herzurichten, vor allem Rainer Grohmann.

Die offizielle Vorstellung erfolgte am 24. März um 14:30 Uhr.

Bürgermeisterin Marlies Sieburg und die Kinder bei der neuen Astschaukel.

 

 

 

 

 

 

 

Im Bauwagen wird gebastelt, gemalt, gesungen und gespielt. Wenn Sie etwas anbieten möchten, melden Sie sich bitte bei sozialraum@skf-erftkreis.de oder unter 02273 955795. 





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