Auch im Jahr 2016 wird die Kolpingstadt Kerpen weitere Flüchtlinge aufnehmen so wie alle Städte und Gemeinden bundesweit.

Über den Stand der Planungen können Sie sich im Rahmen von Bürgerveranstaltungen informieren. Die nächsten Daten finden Sie in Kürze unter "Aktuelle Termine".


Die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen sind seit einigen Monaten völlig ausgelastet. Die Bezirksregierungen suchen daher intensiv nach Möglichkeiten, Flüchtlinge unterzubringen.

Aus diesem Grund wurden am 05.09.2015 nicht mehr von der Bundeswehr genutzte Gebäude auf dem Gelände der Boelcke-Kaserne erstmals als Landesunterkunft  für Flüchtlinge hergerichtet. Die Flüchtlinge werden dort in Listen erfasst, geimpft und bekommen eine medizinische Erstversorgung. Sie erhalten Schlafplätze und nutzen die Wasch- und Duscheinrichtungen. Es erfolgt eine regelmäßige Verpflegung durch einen Caterer und zudem eine Ausstattung mit Kleidung, denn die Kerpener Kleiderkammern haben sich zusammengeschlossen und nutzen gemeinschaftlich dort einen Raum. Die Flüchtlinge aus der Turnhalle am Schulzentrum wurden am 11.09.2015 umgesiedelt in die Kaserne. Nach Unterbringung weiterer 325 Flüchtlinge am 15.09.2015 auf dem Kasernen-Gelände sind nun dort rund 600 Flüchtlinge einquartiert.

Nach 1 bis 2 Wochen erfolgt die Weiterleitung in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung. Frei gewordene Plätze werden regelmäßig an neu eintreffende Flüchtlinge vergeben. Bei der Landesunterkunft handelt es sich daher um eine nur vorübergehende Unterbringung.

In der Boelcke-Kaserne werden die Flüchtlinge auf Veranlassung der zuständigen Landesbehörden von einem externen Dienstleister, European Homecare, betreut. Die Zusammenfassung der Info-Veranstaltung am 13.10.2015 hat Stefanie Demelio erstellt. Vielen Dank dafür.

Bitte beachten Sie, dass die Landesunterkunft kein öffentlicher Ort ist und BesucherInnen zum Eintritt eine Berechtigung benötigen. Der Wirtschaftsweg links um die Kaserne herum kann genutzt werden; mit Rücksicht auf den Fußgängerverkehr bitte umsichtig. Eine Zufahrt über die Hauptwache am Ende der Boelckestraße ist nicht möglich.


Aus aktuellem Anlass informieren wir über die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen in der Kolpingstadt Kerpen:

Seit mehr als einem Jahr steigt die Zahl der Flüchtlinge, die auf dem Land- oder Luftweg Deutschland erreichen, beständig an. Im Jahr 2014 gab es einen Zuwachs um 60% gegenüber 2013. Im Jahr 2015 kamen mehr als 850.000 Schutzsuchende ins Bundesgebiet.

Alle nach Deutschland kommenden Flüchtlinge werden nach dem Königsteiner Schlüssel entsprechend der Fläche und dem Bevölkerungsanteil auf die Bundesländer verteilt. Auf NRW entfallen regulär 21,2 %. Derzeit nimmt NRW etwa 30 % auf. Sie kommen nach der Registrierung in Erstaufnahmeeinrichtungen zunächst in Zentrale Aufnahmeeinrichtungen des Landes und werden dann den knapp vierhundert Kommunen "zugewiesen". Zugewiesene Flüchtlinge müssen aufgrund von Bundesgesetzen von den Städten und Gemeinden aufgenommen und untergebracht werden.

Aktuell (Stand 14.04.2016) werden in der Kolpingstadt 652 Personen betreut. Darunter sind auch zahlreiche Kinder. Die Herkunftsländer sind Ägypten, Äthiopien, Afghanistan, Albanien, Algerien, Armenien, Bangladesh, Bosnien, China, Eritrea, Georgien, Ghana, Guinea, Indien, Irak, Iran, Kosovo, Mali, Marokko, Mazedonien, Nigeria, Pakistan, Palästina, Russische Föderation, Serbien, Simbabwe, Somalia, Sri Lanka, Syrien und Tadschikistan. Kerpen verfügt seit 2002 über eine zentrale Unterkunft mit einer Kapazität von etwa 100 Personen, für die ein Erweiterungsbau geplant ist. Eine weitere zentrale Unterkunft ist Mitte Juli hinzugekommen. Darüberhinaus sind viele Flüchtlinge dezentral in allen Stadtteilen Kerpens untergebracht. Die Kolpingstadt Kerpen verfügt aufgrund eines Ratsbeschlusses über ein eigenes Unterbringungs- und Betreuungskonzept für die zugewiesenen Flüchtlinge.

Vier, in Kürze sechs, Fachkräfte betreuen die Flüchtlinge in Kerpen. Die Büros der Migrationsberatung links neben dem Jobcenter Kerpen sind zudem Anlaufstelle für alle Zugewanderten in Kerpen, die Lebenslagenberatung in Anspruch nehmen möchten.

Während des Asylverfahrens haben Flüchtlinge Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Aufgrund dieser Rechtsnorm werden die Flüchtlinge zum einen mit Wohnraum versorgt. Zum anderen erhalten sie Geldleistungen zur Finanzierung des laufenden Lebensunterhalts. Die Regelsätze liegen geringfügig unter den so genannten 'Hartz IV-Sätzen`. Die Flüchtlinge erhalten eine so genannte Erstausstattung, wenn sie erstmals in einer Kommune untergebracht werden. Dazu gehören ein einfaches Basismobiliar und Hausrat. Sie erhalten in notwendigem Umfang gesundheitliche Versorgung, Schwangerschaftsvorsorge und Vorsorgeuntersuchungen für die Kinder sowie Impfungen. Asylsuchende dürfen nach 3 Monaten eine Arbeit aufnehmen, bei der Stellensuche gibt es bis zum 15. Aufenthaltsmonat eine so genannte Vorrangprüfung. Dabei wird geprüft, ob ein/e Deutsche/r für die Stelle in Frage kommt, in zweiter Linie ein/e EU-Staater/in und im dritten Rang ein/e Drittstaatsangehörige/r. Nach 15 Monaten entfällt die Vorrangprüfung. 

Ein Anspruch auf Teilnahme an Deutschkursen besteht grundsätzlich erst nach Erteilung eines Aufenthaltsrechts, jedoch können "Restplätze" in Deutschkursen an Asylsuchende vergeben werden. Alle Teilnehmenden müssen einen Eigenanteil erbringen. Seit Oktober 2015 gibt es kostenfreie Sprachkurse nach § 421 SGB III im Umfang von 100 bzw. 300 Stunden für Asylsuchende aus Syrien, Iran, Irak und Eritrea.

Es besteht Schulpflicht für alle dauerhaft nach Deutschland einreisenden Kinder im entsprechenden Alter, sobald sie einer Kommune zugewiesen sind. Kindergartenbesuch wird meist von den Eltern eigenständig organisiert. Die Kolpingstadt Kerpen verfügt über eine eigene Anlaufstelle zur Beratung von Zugewanderten (auch Asylsuchenden) in den Tanzenden Stadthäusern am Jahnplatz 7c-d. Sie kooperiert mit der Integrationsfachagentur der AWO in Kerpen, Nordring 52. Eine weitere Beratungsstelle für Flüchtlinge befindet sich beim Caritasverband des Rhein-Erft-Kreises in Hürth, Reifferscheidstraße 2-4. Für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren ist der Jugendmigrationsdienst der Katholischen Jugendagentur zuständig. Die Fachstelle befindet sich in Frechen, Kölner Straße 1.

Sachspenden nehmen entgegen: das KFD-Lädchen der Pfarrei St. Maria Königin in Sindorf, der Caritas Kleiderladen in Kerpen, die Kleiderstube Horrem.  Bitte setzen Sie sich vor Abgabe von Kleidern und Hausrat mit den Annahmestellen in Verbindung um zu klären, welche Bedarfe bestehen. Die Versorgung der Menschen in der Boelcke-Kaserne mit Kleidung, Schuhen, Kinderwagen etc. wird von European Homecare in Koperation mit en lokalen Kleiderstuben organisiert.

Im Augenblick erfahren wir sehr viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Für diejenigen, die sich bei uns gemeldet haben, gab es im Hernst 2015 Schulungen mit den Inhalten: Ehrenamt, Asylrecht und Interkulturalität.  Je nach Situation im Jahr  2016 werden weitere Seminare angeboten.

In Kooperation mit den karitativen Einrichtungen im Stadtgebiet und der Gruppe "Organisation von Aktivitäten" richten wir eine Plattform ein für ehrenamtliche UnterstützerInnen in der Flüchtlingshilfe. Da bislang eine solche Organisationsstruktur nicht bestand und die professionellen Kräfte ziemlich ausgelastet sind mit der Zuwandererbetreuung, kann das noch eine Zeit lang dauern, bis es "rund" läuft und wir bitten um Ihr Verständnis. Wenn Sie sich im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung engagieren möchten, melden Sie sich auf jeden Fall (siehe Kontakt). Wer gut organisieren kann, meldet sich bitte unter OvA-Kerpen@gmx.de.

Zur Verständigung sind Sprachkenntnisse bezüglich der Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge von Vorteil, also Arabisch, Kurdisch, Fanzösisch, Amharisch, Tigrinisch, Farsi (Dari) sowie Albanisch und Serbokroatisch. Nicht alle Flüchtlinge sprechen Englisch und der Einsatz professioneller Dolmetscher scheidet in aller Regel aus Kostengründen aus.

Hier ein hilfreicher Link zu einer mehrsprachigen Orientierungshilfe für Flüchtlinge in Deutschland.

Kontakt: aseiche@stadt-kerpen.de


Das ist das Motto für das Jahr der Integration - 2016 - in Kerpen!

32 Interessierte trafen sich am 25.02.2015 im Rathaus. Als ersten Meilenstein schmiedete die Gruppe das Motto des Jahrs der Integration, denn ein Motto vereint die heterogenen Gruppen und Einzelpersonen, trägt und regt zum Mitmachen an.

Den Auftakt wird das diesjährige Fest der Kulturen des "Vereins Vielfalt der Kulturen in Kerpen VVKK e.V." machen, das am 03.10.2015 ab 11 Uhr im Europagymnasium stattfindet. Am 11.11.2015 gehen wir mit dem Festkomitée der Stadt Kerpen auf die Straße, denn das Karnevalsmotto 2015/2016 lautet in Kerpen: "Met alle Minsche, ejal woher, fiere mer en Kerpen Fasteleer." Ein so wirksames Integrationsmotto hat es noch nicht gegeben, vielen Dank ans Festkomitée und die Karnevalsvereine für diese fabelhafte Geste des Zusammenhalts!

Wir rufen alle Integrationsakteure und -akteurinnen in Kerpen auf, sich am Jahr der Integration zu beteiligen. An Schulen, in Kitas, in Vereinen und Organisationen und bei Initiativen geschieht schon seit Jahren und Jahrzehnten ganz viel Integration, die sichtbar, hörbar und erlebbar gemacht werden soll.

Und zahlreiche  Betriebe und Firmen in Kerpen und in der Region haben von Arbeitszuwanderung profitiert. Auch das hat einen hohen Stellenwert.

Ihre Ansprechpartnerin: Annette Seiche, 02237 58173, aseiche@stadt-kerpen.de.


Wie geplant wurde aus Spendengeldern - die Spendenaktion ging aus der Mitte der Sozialraumarbeit Sindorf hervor und wurde von allen Stadratsfraktionen und einer breiten Öffentlichkeit unterstützt - für die Kinder unserer Flüchtlingsfamilien u. a. ein Bauwagen beschafft. Dank fabelhafter Zusammenarbeit aller Beteiligten ist der Bauwagen unbeschadet angekommen und steht nun am Flüchtlingswohnheim. Ganz besonders danken wir den Spezialisten der Spedition MaRa Greenline und denjenigen, die am Bauwagen kräftig arbeiten, um ihn herzurichten, vor allem Rainer Grohmann.

Die offizielle Vorstellung erfolgte am 24. März um 14:30 Uhr.

Bürgermeisterin Marlies Sieburg und die Kinder bei der neuen Astschaukel.

 

 

 

 

 

 

 

Im Bauwagen wird gebastelt, gemalt, gesungen und gespielt. In Kürze mehr.





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